Mein Name ist Nora-Marie Borrusch, ich wurde 1984 in Heidelberg geboren und konnte mich seitdem nicht aus dem schönen Städtchen loseisen. Bereits früh tat ich, was ich heute tue: Wörter erfinden. So war ich im Alter von vier Jahren der festen Überzeugung, „Noira“ wäre vollkommen offensichtlich mein gesamter Vorname, denn das I aus „Marie“ war ja enthalten …

Warum ich mich Ihnen vorstelle?

Ganz einfach: Wenn wir zusammen an Ihrem Buchprojekt arbeiten, ist das Ihre Herzenssache – sei es Ihr Roman, in dem Sie all Ihre Kreativität ausleben, oder Ihre wissenschaftliche Arbeit für Ihr Studium, nach dem Sie endlich Ihren Traumberuf ergreifen können. Damit Sie mir Ihre Herzenssache anvertrauen möchten, ist es ratsam, dass Sie meinem Urteil vertrauen können. Dazu müssen Sie wissen, was für eine Person ich bin und welche Vorlieben ich einerseits habe, was beispielsweise das Genre oder Fachrichtungen angeht. Andererseits sind meine eigenen Erfahrungen von Bedeutung, damit Sie abschätzen können, wie einfühlsam ich Ihr Herzensprojekt bearbeite und dass ich trotz der Kritik, die ich an Ihrem Projekt üben werde – denn genau das ist es, wofür Sie mich bezahlen –, nicht daran interessiert bin, mich in Ihrem Werk selbst zu verwirklichen, sondern stets die Perfektion Ihres Textes im Blick behalte.

Dazu also eine Kurzcharakterisierung meiner Person.

2b

Seit meiner Kindheit interessiere ich mich für die schönen Künste und lebe mich darin aus – sei es in Kurzgeschichten und Romanprojekten, in Musik, die ich schreibe und singe, oder in wechselnden „optischen Projekten“ wie Seidenmalerei, Porzellanmalerei oder Postkartenbastelei.

 

Meine große Liebe gilt, wie Sie schon gemerkt haben, der Tierwelt, genauer gesagt, der fliegenden Tierwelt. Wenn die Sonne einen goldenen Schimmer auf meerblaues Gefieder legt, kleine Füßchen über meine Bettdecke schlawinern und mich wecken oder ich mit dem Schalk brauner Knopfaugen angelacht werde, kurz bevor eine kleine Person sich bereit macht, eins meiner Bücher aus dem Regal zu fressen – dann ist das für mich schon ein perfekter Tag.

SONY DSC
(Paulina & Jakob, ein Pärchen meiner Wilden 15)

Ich habe bisher viele Dinge in meinem Leben gemacht, die ich niemals anders gemacht hätte – ich kann mich also glücklich schätzen, dass ich immer die eine Sache gefunden habe, die genau auf mich passte. Das waren nicht nur meine Papageien, meine Vorlieben und mein Beruf, sondern auch mein Doktorvater, mein Zuhause im wunderschönen Heidelberg oder meine Band.

Ach ja, die Musik. Ich sagte es bereits. Ich habe lang im Chor gesungen und lang in der Band Mercurium – wir machten Mittelalter-Rock. Hörprobe gefällig?

Aber genug von meinem Privatleben, Sie wollen jetzt sicher wissen, wie ich zur Literaturbegeisterung und zum Lektorat gekommen bin, gell?

Die Literatur und ich

Der Zauber fantastischer Geschichten war für mich schon immer von Bedeutung. Sei es in den Gutenachtmärchen, die mir meine Mutter vorlas, in der Tatsache, dass mir „Trolle“ meinen Schnuller stahlen, als ich mit meiner Familie in Norwegen Urlaub machte, oder in der Tatsache, dass ich tatsächlich Angst vor dem Drachen hatte, der in Eurodisney unter dem Dornröschenschloss wohnt.

Meine ersten Erfahrungen mit „noch nicht kaufbarer“ Literatur sammelte ich als Teenager, als ich selbst mit dem Schreiben anfing und zunächst Wolfgang Hohlbein imitierte, dessen Fantasy-Romane ich als Jugendliche begeistert las.

Aufgrund meiner Affinität für Musik und Sprache folgte mein Studium, das ich mit Musikwissenschaft, Italienisch und Russisch begann und mit Musikwissenschaft und Anglistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft beendete. Während dieser Zeit lektorierte ich quasi zum Spaß die Haus- und Abschlussarbeiten von Freunden – ursprünglich nur, weil mir die Kommasetzung lag, später dann auch strukturell. Letzteres brachte mich auf die Idee, mich in dem Bereich selbstständig zu machen.

Da ich privat gerne Bücher lese, die grob gesagt im Bereich Phantastik anzusiedeln sind, habe ich mich inzwischen auf diese Genres spezialisiert, wobei ich sowohl lektoriere als auch selbst hobbymäßig schreibe – Sie können also davon ausgehen, dass ich nicht nur die lektorierende, sondern auch die lektorierte Seite kenne. Ein kleines Wissenschaftslektorat oder eine kleine wissenschaftliche Arbeit zwischendurch sorgt dabei für interessante Abwechslung.

Also, was darfs für Sie sein?